17. September 2017 | Predigt

Historischer Altarraum der Neustädter Hof- und Stadtkirche

Liebe Gemeinde, was machen Sie, wenn Sie da stehen, bevor Sie sich hinsetzen. Im Gottesdienst, bevor Sie Platz nehmen. Was machen Sie da? Als mir die Konfirmanden diese Frage das erste Mal gestellt haben, habe ich gestutzt. Ich wusste wohl, was ich da tue, aber wie so vieles, war es mir nicht groß bewusst. An irgendwas denken, was gestern schön war? Überlegen, ob Sie was vergessen haben? Bis 10 zählen? Sich was für später vornehmen? Gar nix denken? Geht das? Was machen Sie da? Eine schöne Frage. Ein Versuch, die Tonspur für das zu finden, was an Bildern abläuft. Niemand will in die Köpfe oder gar ins Herz gucken. Gut reformatorisch wissen wir, dass wir das nicht können und in Glaubensdingen auch gar nicht wollen: ins Herz gucken. Um so schöner die Frage, das Experiment: Wie sieht der Ton zu einer Bild- oder Verhaltenssequenz aus? Was könnte gedacht werden?