Donnerstag, 1. September 2022, 19 Uhr | 19. Leibnizfesttage | Vortrag

Gottfried Wilhelm Leibniz: Der Garten als Bild der Welt

Warum, warum ist der Große Garten krumm?  Ein Versuch der Erklärung.

Der langjährige Direktor der Herrenhäuser Gärten Ronald Clark weist den Zusammenhang von Gartenkunst und Mathematik im 17. Jahrhundert am Beispiel des Großen Gartens auf. In diesen Kontext gehört auch die bemerkenswerte Begegnung, bei der G.W. Leibniz mit der Kurfürstin Sophie im Garten über die Individualität der Blätter sich verständigte. Der Zauber des Gartens und das strenge Rechnen hängen auf eigentümliche Weise zusammen: „Mit wenigen Worten/ein rechtschaffener Gärtner muß mit vielen Wissenschaften begabet seyn/und nicht nur allein einen guten Naturkündiger geben/sondern auch etwas von der Geometria und Feldmeßkunst wissen/die Architectur verstehen/den Himmels-Lauff und die Constellationes erkennen/und einen guten Hand- und Grund-Riß aufziehen können; dann sonsten er vielmehr ein unverständiger Bauer/als ein Kunst-Gärtner/benamet werden mag.” (Stromer von Reichenbach, 1671)

Vortrag: Ronald Clark, Direktor der Herrenhäuser Gärten i. R.

Termin: Donnerstag, 1. September, 19 Uhr

Ort: Neustädter Hof- und Stadtkirche, Leibnizsaal

Eintritt: 8 Euro