Sonntag, 6. Dezember 2020, Predigt | Kantaten-Gottesdienst »Bach um Fünf« am 2. Advent

Kantaten-Gottesdienst »Bach um Fünf«  | Werk: Johann Ludwig Bach „Mache dich auf, werde Licht“ | Chor: Solistenensemble, Ltg.: Michael Culo, Orgel: Jan Katzschke | Predigt: Pastor Dr. Stephan Goldschmidt

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PREDIGT:

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Dr. Thela Wernstedt, MdL
Predigt
am 5. Januar 2020
in der Gottesdienstreihe „Bach um Fünf“
zur Kantate
„Mein liebster Jesus ist verloren“ (BWV 154)
Liebe Gemeinde,
Wie jedes Jahr brechen Maria und Joseph zum Osterfest nach Jerusalem auf
und verbringen dort mit Familie und weiteren Pilgern die Festtage. Bereits
seit einem Tag auf dem Rückweg bemerken die Eltern, dass der Sohn nicht
dabei ist. Sie kehren um, suchen ihn drei Tage lang, finden ihn schließlich
im Tempel:
„er saß mitten unter den Lehrern, hörte ihnen zu und stellte Fragen,“
so heißt es im Lukasevangelium im 2. Kapitel.
Die Einheitsübersetzung der Bibel drückt das Folgende recht modern aus:
„als seine Eltern ihn sahen, waren sie sehr betroffen und seine Mutter sagte
zu ihm: Kind, wie konntest du uns das antun? Dein Vater und ich haben
Dich voll Angst gesucht.“
Jesus entgegnet etwas altertümlicher:
“ Warum habt ihr mich gesucht? Wußtet ihr nicht, dass ich in dem sein muß,
was meinem Vater gehört?“
Schließlich kehrt er mit ihnen zusammen nach Nazareth zurück und ist
ihnen gehorsam.
Stefan Heym schickt in seinem gleichnamigen Roman seinen Protagonisten
Ahasver durch die Ewigkeit, die Jahrtausende und die Jahrhunderte. Auch
bei einer Predigt zu einer Bachkantate gilt es, die verschiedenen Zeitebenen
zu berücksichtigen, wenn auch ohne den Wanderer.
Den biblischen Text, die barocke Textinterpretation mit der Musik und die
Deutung in unserer Gegenwart.
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Die Geschichte von Jesus im Tempel erzählt vom Wandern, Verlieren,
Suchen und Wiederfinden zunächst einmal in einer sehr direkten Weise.
Da geschieht etwas, das der Schrecken aller Eltern ist: ein Kind, das noch
Schutz und Aufsicht braucht, verschwindet an Festtagen in der Großstadt.
Was kann da alles passieren und wo soll man anfangen zu suchen?
Das Libretto der Kantate bezieht sich auf den Evangelientext, deutet ihn
aber mit Bezug auf die Gegenwart vor 300 Jahren.
Aufgeführt wurde die Kantate wurde am 9. Januar 1724 – also fast genau
vor 296 Jahren. Bach vertonte den Text eines heute unbekannten Dichters
aber wohl schon früher in den Weimarer Jahren. Sehr viel mehr wissen wir
nicht über die Entstehung.
Es sind nicht mehr die Eltern, die ihren Sohn verlieren und wiederfinden,
sondern der sündige Mensch hat seinen Jesus verloren und findet ihn in
seines Vaters Haus und in den Elementen des Glaubens Predigt und
Sakrament wieder.
In den drei Arien wird uns von den drei wesentlichen Gefühlen der
Erzählung in barocker Ausformung gesungen. Wir hörten die verzweifelte
Klage, die inbrünstige Sehnsucht, die überschwängliche Freude.
Bachs Musik lässt uns all das unmittelbar spüren.
Die Alt-Arie lädt darüber hinaus zum Nachdenken ein. Hier klingt auch die
Mutter Maria durch, nicht nur die weibliche Variante einer Gläubigen des

  1. Jahrhunderts.
    „Jesu laß dich finden
    Laß doch meine Sünden
    Keine dicken Wolken sein,
    Wo du dich zum Schrecken
    Willst für mich verstecken,
    Stelle dich bald wieder ein!“
    Es geht nicht nur um die allgemeine Sündhaftigkeit des Menschen, der Jesus
    im transzendierten Sinne verloren hat, sondern auch um die Bitte der
    Mutter, dass ihre Fehler, ihre Ungerechtigkeiten, ihre Gereiztheiten, nicht
    dazu führen, dass sich ihr Kind sich dauerhaft vor ihr verbirgt.
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    Astrid Lindgren hat das in ihrem Buch „Lotta zieht um“ wunderbar erzählt.
    Die dreijährige Lotta ist so ärgerlich auf ihre Mutter und die zwei älteren
    Geschwister, dass sie ins Gartenhaus der Oma auf dem Nachbargrundstück
    umzieht und ihren eigenen Haushalt aufmacht.
    In der Kantate wird das Kind adressiert als Handelnder mit einem eigenen
    Entscheidungsspielraum. Und im nun folgenden Bass-Arioso, das in der
    Mitte der Kantate plaziert ist, kommt denn auch die wichtige Erklärung von
    Jesus, seine Begründung:
    „Wisset ihr nicht, dass ich sein muss in dem, was meines Vaters ist?“
    Das hat er auch schon im Lukas-Evangelium seinen Eltern auf deren
    Vorhaltungen geantwortet, wie er ihnen das antun konnte. Deswegen ist er
    ausgebüxt, deswegen war es wichtiger im Tempel zu sein als mit seinen
    Eltern und der Pilgergruppe ins Dorf zurückzukehren: er war im Tempel,
    um im Haus seines Vaters, zu diskutieren, zu hören, zu fragen, zu lernen.
    Wo sollte dieses besondere Kind auch sonst sein? Schließlich haben es
    Engel und Propheten schon lange vorhergesagt.
    Das ist seine Agenda, sein Weg, seine Bestimmung. Nur Maria und Joseph
    haben das nicht immer so präsent.
    Für die Maria in der Bach-Kantate muss der Satz eine Erleichterung sein:
    nicht irgendein Fehlverhalten ihrerseits hat ihren Sohn dazu gebracht, von
    ihr fort zu gehen, sondern sein eigener Weg.
    In der Erzählung im Lukas-Evangelium deutet sich das an. Die Eltern
    verstehen nicht recht, was Jesus ihnen sagen will und er kommt brav
    wieder mit nach Hause und ist folgsam, aber „Seine Mutter bewahrte alles,
    was geschehen war in ihrem Herzen.“ Man kann vielleicht sagen: es arbeitet
    in ihr. Sie vergisst nicht, sie verklärt die Erinnerung nicht, sondern bewahrt
    alles.
    Die Geschichte von Jesus im Tempel, dem Reisen und Verlorengehen und
    Wiederfinden lässt sich natürlich auch metaphorisch als die Reise ins
    Erwachsenwerden deuten. Eine Idee im Kopf haben, ein Interesse haben,
    neugierig auf etwas sein. Die gewohnten Pfade des Schutzes und der
    Aufmerksamkeit der Eltern verlassen. Auf-Sich-Gestellt-Sein.
    Eine bekannte Fast-Food-Kette hat sich dieser Grunderzählung in der
    Adventszeit bedient: Eine Mutter und die kleine Tochter kaufen auf einem
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    vollen Bahnhof Essen zum Mitnehmen ein. Die Mutter zieht das Kind an der
    Hand hinter sich her, die Kleine, vielleicht sieben Jahre, ist fasziniert von
    einer Straßenmusikerin, die Mutter ruft ihr „Trödel nicht“ zu und erreicht
    den am Zug wartenden Vater.
    Der farbige, ein wenig müde und besorgt aussehende Mann wechselt einen
    Blick mit seiner Frau und fragt dann:“ Wo ist Ida?“ Der Teddy ist noch in
    Mamas Hand, aber nicht die Tochter. Hektische Suche auf dem Bahnsteig,
    im Fast-Food-Restaurant, drei Töne eines verzweifelten Weinens der
    Mutter dicht am Zug, der Vater tritt besorgt hinzu, da hat die Mutter die
    entscheidende Idee, weil ihr auffällt, das die Straßenmusikerin nicht mehr
    spielt.
    Sie finden die Tochter bei der Musikerin, die Familie, wieder vereint, ißt
    gemeinsam mit ihr das gekaufte Essen. Die Musik spielt im Hintergrund auf.
    Die Reise scheint nicht mehr so wichtig.
    Und das Ganze in bewundernswerten 45 Sekunden!
    Die Geschichte von Jesus im Tempel im Hinterkopf, kann man den
    Gesichtsausdruck des Mädchens, als es bei der Musikerin gefunden wird,
    gar nicht mehr anders deuten als mit Jesus etwas variierten Worten:
    Warum habt ihr mich gesucht? Es war doch klar, dass ich die Musik toll und
    die Frau interessant fand und daher nicht irgendwo herumrenne.
    Diese Bibelgeschichte im Werbefernsehen war mir in der Vorbereitung des
    heutigen Tages aufgefallen. Es ist eine moderne Form davon.
    Könnte sich die biblische Geschichte heute mit modernen
    Kommunikationsmitteln und Verkehrswegen und Elternverantwortung
    überhaupt noch so abspielen?
    Zunächst mal: nein!
    Maria und Joseph sowie Jesus haben Mobiltelefone dabei. Die Reisezeiten
    sind viel kürzer, weil man mit Autos oder gemeinsam mit einem Bus fährt.
    In diesen Reisemitteln fällt früher auf, wenn jemand fehlt. Abgesehen davon
    dass Maria und Joseph ihn gar nicht aus den Augen gelassen hätten.
    Aber gut, als irgendwann auffällt, dass der Sohnemann nicht mitgekommen
    ist, ruft Maria ihn an und fragt wo er abgeblieben ist. Oder technisch noch
    ausgefeilter: Maria hat die Ortungsfunktion aktiviert und muss nur auf die
    Karte des Smartphones sehen und weiss, dass Jesus im Tempel ist.
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    Wir erkennen unschwer, sofern wir die Erzählung als
    Entwicklungsgeschichte deuten, dass moderne Technik und ihre
    Anwendung Entwicklung verhindern bzw. wesentlich verändern kann.
    Andererseits eröffnet sie mehr Freiheiten und Entwicklungsmöglichkeiten.
    Technik kann furchtbare Angst ersparen, die man um ein Kind in so einer
    Situation haben muss. Wie es am Beginn der Kantate so treffend aus dem
    Zeugnis des Simeon und der Hanna aus dem Kapitel davor zitiert wird:
    „Oh Schwert, das durch die Seele dringt.“
    Kein schönes Gefühl!
    Es ist nachvollziehbar, dass man Gefahren für das Kind und die eigene
    Angst gering halten möchte.
    Ein Szenario kommt der Ursprungsgeschichte trotzdem nahe:
    Möglicherweise hätte Jesus, der ja eigentlich nur seinen Weg geht und auch
    gar nicht versteht, dass jemand das nicht verstehen kann, das Mobiltelefon
    abgeschaltet, weil er beim Besuch des Tempels nicht durch Telefonate
    gestört werden will. Dann funktioniert auch die Ortung nicht.
    Und weil er angenommen hat, dass die Eltern ihn dort und nirgendwo
    anders suchen würden. Schließlich war ja klar, dass er in seines Vaters Haus
    sein musste.
    In diesem Szenario hätte er sich allen gut gemeinten Überwachungskünsten
    entzogen und wäre seinen Interessen gefolgt. Heranwachsende konnten das
    zu allen Zeiten.
    Die Ausschmückung der biblischen Geschichte mit Mobiltelefonen ist
    natürlich plakativ, führt aber nur bedingt weiter.
    Die Lebenswelt der Kinder und Jugendlichen heute lässt sich kaum noch
    vergleichen mit einer Kindheit auf dem Dorfe vor 2000 Jahren.
    Gefährdungen und Überforderungen gibt es viele und für die Eltern, zu
    Bachs Zeiten bereits angedeutet, heute komplett ausformuliert gibt es die
    hohe eigene Verantwortung für alles, das unser eigenes Leben und das
    unserer Kinder betrifft. Die stets begleitende und quälende Frage, warum
    habe ich nicht besser aufgepasst? Warum habe ich etwas nicht gesehen?
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    Also mal angenommen Jesus hätte tatsächlich sein Handy ausgeschaltet und
    die Eltern hätten ihn drei Tage gesucht, dann wäre diese Zeit neben der
    schweren Sorge um das Kind vermutlich auch von einem geharnischten
    Ehestreit begleitet gewesen, bei dem beide Elternteile sich selbst und den
    anderen gefragt hätten, warum sie nicht besser aufgepasst haben und
    warum sich hier jeder blind einfach nur auf den anderen und die
    Pilgergruppe verlassen hat, es hätte doch klar sein müssen, dass ein
    Zwölfjähriger noch nicht allein auf sich aufpassen kann.
    Die biblische Maria adressiert das schlicht an ihren Sohn und macht ihm
    einen Vorwurf. Dabei nimmt sie ihn ernst als handelnde Person, aber als
    eine, die zu gehorchen hat nicht als einen jungen Menschen, der in seiner
    Entwicklung seinen eigenen Weg sucht.
    Moderne Eltern betonen ihre eigene Verantwortung stärker und sind dabei
    in einem beständigen Zwiespalt, wie viel Freiheit zur individuellen
    Entwicklung und wie viel Schutz und damit auch Einschränkung notwendig
    sind.
    Wie riesig ist diese Verantwortung, die wir uns seit dem Zeitalter der
    Aufklärung selbst mehr und mehr zuschreiben. Heute erreichen uns alle
    Kinder wie Erwachsene menschliches Leid bedingt durch Kriege und
    Naturkatastrophen schier unentrinnbar in allen Minuten des Lebens. Alles
    scheint nebenan zu passieren. Verantwortung kann übermächtig werden.
    Durch die Interaktionen in den sogenannten sozialen Netzwerken können
    Kinder und Jugendliche in bedrohliche Situationen hineingeraten. Die
    vielen Öffentlichkeiten machen die Lebenssituation für junge Leute heute
    unübersehbar und unkontrollierbar. Hier zurechenbare Verantwortung zu
    finden ist schwer.
    Das kannte weder die Zeit um Christi Geburt noch das Barockzeitalter.
    Es ist nicht unbedingt leichter geworden Kind und Eltern von Kindern zu
    sein bei aller materiellen Absicherung in einem friedlichen Land. Je größer
    die Freiheit, um so größer die Verantwortung.
    Ein paar Gedanken noch zur Besonderheit Jesu. Er ist ja kein Jugendlicher
    wie alle anderen. Er ist tatsächlich etwas Besonderes. Es ist sympathisch
    von Maria und Joseph, dass sie das nicht dauernd vor sich her tragen und
    ständig thematisieren, wie manche Eltern heute, deren Kind ständig unter
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    Genie-Verdacht steht. Es ist ihnen im Grunde nicht präsent, wie man an der
    Geschichte deutlich merkt.
    Wir erleben hier einen Jugendlichen, der lernen will, der fragt und
    diskutiert, der wissen will. Er geht Konflikte ein und erwirbt sich mit seiner
    Art den Respekt seiner Mitmenschen. Am Ende der Geschichte heißt es:
    “Jesus aber wuchs heran, und seine Weisheit nahm zu, und er fand Gefallen
    bei Gott und den Menschen.“
    Die starke Betonung von Freiheit, Eigenverantwortung und Individualität
    heute gepaart mit der Möglichkeit für jeden, sich im Netz öffentlich
    darzustellen führt zu merkwürdigen Entwicklungen. Jetzt ist jeder etwas
    Besonderes. Und irgendwie stimmt das ja auch, dass kein Mensch ist wie
    ein anderer. Auch die gut gemeinte Rede davon, dass Menschen mit
    Behinderungen besondere Menschen seien, stimmt irgendwie.
    Dennoch sind wir alle Menschen und nicht göttlich.
    Aber bei all der öffentlichen Rede von Vielfalt, Individualität und
    Besonderheit verschwimmen langsam die Maßstäbe.
    Da wird eine schwedische Jugendliche mit dem schönen nordischen
    Vornahmen Greta in unserer Öffentlichkeit zur Heilsbringerin erklärt. Ihre
    besondere Wahrnehmung der Welt, mit wenig Zwischentönen, dafür mehr
    harten Kontrasten und einer gewissen Unterkomplexität, wird zur
    Wahrheit erklärt. Sie scheint keine Lernende, Fragende, Diskutierende,
    sondern ihr wird die Verkündung der Wahrheit zubemessen.
    Junge Menschen hoffen durch reine Selbstdarstellung in sozialen
    Netzwerken ihren Lebensunterhalt verdienen zu können.
    Viele wollen durch sehr gezielten Einsatz ihrer Kraft und ihrer Zeit
    möglichst effektiv ohne Umwege und Verluste ihre Karrierewege gehen,
    wozu auch eine große Anpassungsbereitschaft und wenig Konfliktfreude
    gehören.
    Da haben wir heute soviel Freiheit und keiner will sich entwickeln, Fehler
    machen, Umwege gehen, sich direkt mit anderen auseinandersetzen. Und
    diejenigen, die Wahrheiten verkünden, werden verklärt.
    Umgekehrt werden diejenigen, die konfliktbereit sind und z.B. für mehr
    Klimaschutz auf die Straße gehen in Watte gepackt: Fernbleiben vom
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    Unterricht wird nicht geahndet. Statt sich dem Konflikt zu stellen und mit
    der Kritik umzugehen, warum bisher zu wenig passiert ist – es mag ja auch
    manche gesellschaftlichen guten Gründe dafür geben – , marschieren die
    Erwachsenen einschließlich vieler Politiker einfach mit. Und ersticken den
    Protest mit Zustimmung.
    „Jesus aber wuchs heran, und seine Weisheit nahm zu, und er fand Gefallen
    bei Gott und den Menschen.“
    Vielleicht ist es das, was man aus einem sonntäglichen Gottesdienst mit
    einer Bach-Kantate mit nach Hause nehmen kann:
    Das Zeugnis der Kantate damals wie heute von einem reichen
    Gefühlsinnenleben der Menschen in ihrem Verhältnis zu Gott und darin
    Momente des Glücks.
    Die Einsicht, dass sich auch Gottes Sohn entwickelt hat und nicht schon
    immer weise war,
    dass der Einzelne sein Handeln und Urteilen vor den anderen begründen
    muss und diese Begründung auch eingefordert wird,
    und dass wir bei aller Freiheit und Verantwortlichkeit im neuen Jahr 2020
    gewiss sein dürfen, dass eine höhere Macht uns trägt.
    Amen.