Sonntag 21. Juni 2020, 18 Uhr

Calenberger Religionsgespräche | Musikalischer Abendgottesdienst mit der Barockorgel „Zweites jüdisch-christliches Religionsgespräch in Hannover“ | Musik: Bläserkreis Hannover, Ltg.: Martin Conrad | Predigt: Pastor Reinhard Mawick

Calenberger Religionsgespräche

Was hat es damit auf sich? Im Jahr 1704 gab es dazu einen prominenten Auftakt, als der Kurfürst Georg Ludwig, späterer Georg I., die Herausforderung zu einem jüdisch-christlichen Religi- onsgespräch aufnahm. Auf jüdischer Seite bestritt den Disput der Rabbiner aus Stadthagen Joseph Samson, der das Gespräch auch protokollierte; ein späterer Nachfahre hat es 1914 veröffentlicht. Das Religionsgespräch fand in den Räumlichkeiten der Kurfürstin Sophie im damaligen Stadtschloss, dem heutigen Landtag, statt und entscheidende Kommentare Sophies, die für den Ausgang des Disputs von Bedeutung sind, wurden in dem Protokoll festgehalten. In einer Zeit, in der es keine gesetzlich verankerte Religionsfreiheit gab, ist dieses Religionsgespräch ein kostbares Dokument für die Religionsliberalität der Kurfürstin Sophie und ihres Sohns Georg Ludwig. Die Straße der Toleranz, oder wie sie auch genannt wird, die ökumenische Meile, ist eine Erbschaft aus dieser Zeit, die wir gern annehmen als Inspiration für unser religiöses Handeln.

GOTTESDIENST feiern wir jetzt – gemeinsam auf AbstandUnter den Bedingungen, die das Land Niedersachsen am 6. Mai 2020 beschlossen hat!Wir haben momentan 48 Sitzplätze in der Kirche sowie bei geöffnetem Leibnizsaal 20 weitere Plätze. Bitte setzen Sie sich nur auf die zugewiesenen Plätze! Bitte betreten Sie die Kirche nur mit Mundschutz!

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