5. August 2018 | Predigt

Bachsiegel

„Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sei“

Predigt über Bachkantate BWV 46 „Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sei“ von Landessuperintendentin i.R. Oda-Gebbine Holze-Stäblein am 5.8. 2018 – 10. S. nach Trinitatis, Israelsonntag – Neustädter Hof- und Stadtkirche Hannover

Reihe „Bach um fünf“

Liebe Gemeinde!

Ich wollte es wissen. Ich wollte wissen, ob eigentlich der Israelsonntag bei den Pastorinnen und Pastoren und in den Gemeinden des Sprengels Ostfriesland eine Rolle spielt. Und so habe ich in meiner Dienstzeit als ostfriesische Landessuperintendentin beim General-konvent, zu dem die Pastorenschaft einmal im Jahr zusammen kommt, eine kleine schriftliche Umfrage gestartet. Von den ca. 130 Pastoren haben etwa 70 den vorbereiteten kurzen Fragebogen ausgefüllt. Das Ergebnis war nicht ganz schlecht, aber auch nicht wirklich gut: etwa 30 % der Befragten gaben an, dass sie den Israelsonntag in Predigt und Liturgie thematisieren, es sei denn, er fällt in die Urlaubszeit, was er allerdings meistens tut. Das heißt also: der Israelsonntag fällt in vielen Gemeinden mehr oder weniger ‚unter den Tisch’.

Ist das schlimm? Auch der Männersonntag im Oktober oder der Frauensonntag im Juni kommen in vielen Gemeinden nicht vor.

Ähnliches ist nicht dasselbe. Es geht nicht um einen Gedenktag mehr oder weniger. Es geht um einen Tag, an dem wir an die über weite Strecken leidvolle Geschichte Israels erinnert werden. Es geht dann um einen Tag, an dem wir uns unsere gemeinsame Geschichte als Christen und Juden vor Augen stellen. Und es geht um einen Tag, an dem wir auch unsere gemeinsame Gegenwart und unsere Hoffnungen für die Zukunft zum Thema machen. Dieser Tag rührt an die Grundfesten unseres Glaubens.

Und nun diese Bachkantate. Ich rede nicht als Expertin unter musikwissenschaftlichen Aspekten über die Musik, die wir gehört haben. Das ist nicht meine Aufgabe, auch wenn ich Bachs Musik seit meiner Kindheit und für mein Leben gern höre und singe. Diese Musik bewegt mich bis in meine tiefsten Schichten hinein. Und sie ist auch hier grandios. Ergreifende Klage, aber auch härteste Anklage und leidenschaftlicher Zorn stehen im ersten Teil der Kantate nebeneinander. Tränenbäche fließen; sintflutartige, Wasserfluten schwellen an; gewaltige Zornesblitze zucken und entladen sich über der in ihren Sünden und durch eigene Schuld untergehenden Gottesstadt Jerusalem. – Von einer Katastrophe ist die Rede, wie wir sie aus unseren Tagen kennen: zerstörte Häuser; Ruinen, in denen niemand mehr wohnen kann. Menschen im Elend und auf der Flucht. „Du wurdest wie Gomorrha zugerichtet“, heißt es. Sodom und Gomorrha, die beiden Städte am Toten Meer, die untergingen: sie stehen für ein Ende, dem kein Neuanfang gefolgt ist. Totale Vernichtung also, dramatisch in Szene gesetzt!

Was ist hier los? Die Kantate bezieht sich auf zwei Katastrophen, und sie stehen am Israelsonntag im Mittelpunkt der erinnernden Klage. Israelsonntag: so nennen wir ihn. Für jüdische Menschen ist es der 10. Aw. Dieser Tag der Klage und der Buße erinnert an die Zerstörung Jerusalems durch die Babylonier im Jahre 587 vor Christus. Damals wurden die Stadt und der Tempel ausgeraubt

und zerstört. Die Oberschicht Jerusalems wurde nach Babylon deportiert. Einige wenige konnten 70 Jahre später zurück in eine auf lange Sicht unbewohnbare Stadt.

Und dann das Jahr 70 nach Christus: als Rache für den jüdischen Aufstand gegen die römische Besatzungsmacht wurde Jerusalem von den Römern faktisch dem Erdboden gleichgemacht. Der neu aufgebaute, der Herodianische Tempel wurde zerstört; die heiligen Geräte und die Gefangenen wurden nach Rom gebracht und in einem Triumphzug zur Schau gestellt. Der Titusbogen in Rom erinnert bis heute an den Triumph der Sieger. An den jüdischen Tempel erinnert heute nur die Klagemauer in Jerusalem. Damit hatte das Judentum sein zentrales Heiligtum mit Opferkult und Priestertum verloren. Nur wenige Menschen blieben; die meisten lebten fortan als kleine, fast immer angefochtene Minderheiten in der Diaspora, und das heißt ja wörtlich: in der Zerstreuung. – Wir müssen uns nur vorstellen, der Petersdom in Rom oder die Kaaba in Mekka würden zerstört. Dann bekommen wir eine Vorstellung von der Bedeutung dieser Katastrophe für das jüdische Volk.

Für die Juden ist der 10. Aw ein Tag der Trauer, der Klage und der Buße. Bach hat diese Trauer in den Eingangsworten „Schauet doch und sehet, ob irgend ein Schmerz sei“ ergreifend musikalisch ausgedrückt. – Für die Christen war der 10. Aw lange der Tag der Judenmission. Man las als Evangelium Lukas 19, 41-48, in unserer Lutherbibel unter der Überschrift „Jesus weint über Jerusalem“ zu finden. Ich lese den ersten Teil dieses Textes:

1 Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt und weinte über sie

42 und sprach: Wenn doch auch du erkenntest zu dieser Zeit, was zum Frieden dient! Aber nun ist’s vor deinen Augen verborgen.

43 Denn es wird eine Zeit über dich kommen, da werden deine Feinde um dich

einen Wall aufwerfen, dich belagern und von allen Seiten bedrängen,

44 und werden dich dem Erdboden gleichmachen samt deinen Kindern in dir und keinen Stein auf dem andern lassen in dir, weil du die Zeit nicht erkannt hast, in

der du heimgesucht worden bist.

Als der Evangelist Lukas sein Evangelium schrieb, war Jerusalem schon lange zerstört. Er legt Jesus diese Klage über die noch zukünftig gedachte Katastrophe in den Mund, ein vaticinium ex eventu: eine Voraussage, die nach der bereits eingetretenen Katastrophe gemacht wurde.

Jesus weint – so sieht es Lukas – über Jerusalem, weil er das Schicksal Jerusalems voraussieht. Die Christen haben diese Voraussage so gedeutet, dass Jerusalem und letztlich das jüdische Volk für die Ablehnung Jesu als Messias und für die Kreuzigung Jesu von Gott selbst bestraft worden sei. Wenn Israel sich zu Jesus bekehrt, kann es von Gott Vergebung erlangen. Also: muss man die Juden missionieren, damit sie sich zu Christus bekehren.

Der Holocaust – wir wissen es alle – hat eine lange Vorgeschichte gehabt: die jüdischen Minderheiten in der Diaspora wurden Jahrhunderte lang diskriminiert, verfolgt, zwangsmissioniert und in Pogromen umgebracht. Durch Christen. Israel galt als das von Gott verworfene Volk, die Juden als die Christusmörder, da tat man doch ein vermeintlich gottgefälliges Werk, wenn man sie tötete. – Als Konsequenz aus dieser Schuldgeschichte hat eine Neubesinnung und Neuorientierung im Verhältnis zwischen Christen und Juden stattgefunden: die

allermeisten, wenn nicht alle evangelischen Landeskirchen lehnen inzwischen die Judenmission ab und schreiben das in ihre Verfassungen. Alternativ zum Evangelium Lukas 19 wird heute Markus 12, die Frage nach dem höchsten  Gebot, gelesen. So haben wir es auch heute, in diesem Gottesdienst, gehalten.

Diese Kantate versetzt uns in eine Zeit zurück, in der es diese Neubesinnung noch längst nicht gab. Die Katastrophen von 587 vor und 70 nach Christus und indirekt auch der Tod Jesu werden im Text der Kantate als Schuld Israels gedeutet. Gott selber hat in diesen Katastrophen ein Strafgericht an seinem auserwählten Volk vollzogen. Gott selber hat Rache geübt für Ungehorsam und Sünde, und zwar nach der Devise: Wer Wind sät, wird Sturm ernten. Da Jerusalem die Tränen Jesu nicht geachtet hat, hat es sich die vernichtenden Wasserwogen des eigenen Verderbens selbst zuzuschreiben, „da Gott nach viel Geduld den Stab des Urteils bricht.“ So steht es im Text.

Der Schreiber dieses Textes ist nicht bekannt. Aber wer auch immer er war: diese Schuldzuweisung, diese theologische Anmaßung ist unerträglich. Als säße hier jemand mit Gott zusammen auf der Richterbank und spräche in quasi göttlicher Machtvollkommenheit von oben herab ein Gottesurteil über andere! Als schaute jemand Gott über die Schulter und in die Karten und wüsste genau, was Gott mit seinem einst geliebten und erwählten Volk tut und warum er es tut!

Wenn Israel in Erinnerung an die Katastrophen der Geschichte den 10. Aw als Tag der Trauer und der Buße begeht, dann ist das eine und seine Sache. Wenn der Prophet Jeremia, aus dessen Klageliedern der Text des Eingangschors stammt, aus seinem unmittelbaren Erleben heraus mit der Stadt Jerusalem ins Gericht geht und ihr nichts erspart, dann ist das seine Auseinandersetzung mit seinem Volk, zu dem er selber gehört, und er hat eine wahrlich leidvolle Geschichte mit ihm. Etwas ganz anderes ist es aber, wenn Christen aus der Sicht der viel später Gekommenen und nicht Dazugehörigen und nicht Betroffenen diesem Volk Schuld zusprechen, noch dazu mit der vermeintlichen Autorität eines rächenden und verurteilenden Gottes im Rücken!

Es ist müßig darüber zu spekulieren, was Bach dazu bewogen hat, diesen Text seiner Kantate zugrunde zu legen. Es war sein erstes Jahr als Kantor in Leipzig. Vielleicht hatte er nichts anderes zur Verfügung. Vielleicht war er selber im alten Denken gefangen, so wie eigentlich alle Christen seiner Zeit. Ein Glücksgriff war dieser Text nicht. Und hier geht es ja nicht, wie sonst doch auch gelegentlich, um barocke Lyrik, um sprachliche Skurrilitäten, über die man sich hin und wieder amüsieren kann. Hier geht es um eine theologische Schieflage; ja, mehr noch: um eine Verirrung. Es ist übrigens interessant: Bach hat wesentliche Teile des Eingangschors, etwas abgewandelt, 24 Jahre später für die h-moll-Messe verwendet, und zwar für das „Qui tollis peccata mundi, miserere nobis“: Der du die Sünden der Welt trägst, erbarme dich unser. Das hat eine ganz andere Dimension und zeigt einen ganz anderen Umgang mit eigener und fremder Schuld und redet anders von dem Gott, der uns in Christus erschienen ist, als  der Text dieser Kantate.

Nun scheint ja der unbekannte Verfasser des Textes selber gemerkt zu haben, dass sein quasi göttliches Urteil über Jerusalem und dessen Sünden als christliche Selbstgerechtigkeit gedeutet werden kann. Also dreht er sich sozusagen auf dem Absatz um, nimmt die Christen ins Visier und kanzelt sie ab:

Doch bildet euch, o Sünder, ja nicht ein, es sei Jerusalem allein vor andern Sünden voll gewesen!

Man kann bereits von euch dies Urteil lesen:

Weil ihr euch nicht bessert

Und täglich die Sünden vergrößert,

so müsset ihr alle so schrecklich umkommen.

In der folgenden, musikalisch so farbenreichen Arie entwirft er ein Bild von Jesus als dem liebreichen guten Hirten:

Doch Jesus will auch bei der Strafe

Der Frommen Schild und Beistand sein, er sammlet sie als seine Schafe,

als seine Küchlein liebreich ein.

Wenn Wetter der Rache die Sünder belohnen, hilft er, dass Fromme sicher wohnen.

Dass die Frommen hier mal Schafe, mal Küchlein, also Küken sind, Jesus also mal als Hirte, mal als Glucke vorgestellt wird, das ist den bildhaften Texten zuzuschreiben, die dieser Dichtung zugrunde liegen. Im Matthäusevangelium ist die Klage Jesu über Jerusalem etwas anders überliefert als bei Lukas:

Jerusalem, Jerusalem, die du tötest die Propheten und steinigst, die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie eine Henne ihre Küken versammelt unter ihre Flügel; und ihr habt nicht gewollt!

Matthäus 23, 27

Wir kennen diesen Text aus dem Lied von Paul Gerhardt: „Nun ruhen alle Wälder“. Da heißt es im Vers 8:

Breit aus die Flügel beide, o Jesu, meine Freude,

und nimm dein Küchlein ein. Will Satan mich verschlingen, so lass die Englein singen:

‚Dies Kind soll unverletzet sein.’

Unzählige Kinder in christlichen Familien sind mit diesem Vers zur Nachtruhe gebettet worden, und das war gut so. Und mancher, der und die längst erwachsen und alt geworden ist, sagt sich diesen Vers in Notsituationen vor, so wie andere den Psalm 23 oder das Vaterunser beten, und gewinnt dadurch wieder Ruhe und Zuversicht.

Von Sünde und Strafe ist nicht die Rede. Glaubenszuversicht erwächst nicht aus der Angst vor Strafe und nicht aus der Zerknirschung des Gewissens. Wir können ruhig schlafen „simul iusti et peccatores“, weil und obwohl wir unser Leben lang nichts anderes sein werden als gerechtfertigte Sünderinnen und Sünder, und genau mit denen will Gott in seiner Treue zu tun haben. So haben wir ihn durch Jesus Christus kennen gelernt. Dieser ‚liebreiche’ Hirte geht im Übrigen gerade den verlorenen Schafen nach, von denen dieser Text sagt, dass sie mit dem

„Wetter der Rache“ Gottes ‚belohnt’ werden. Wir dürfen und müssen Gott größer denken, als dieser Text es tut. Und wie entlastend ist es, dass wir nicht über andere und schon gar nicht über Gottes Weg mit Israel zu Richtern berufen sind!

Angesichts unserer gemeinsamen Geschichte ist eigentlich nur eine Haltung angemessen: Demut.

Der abschließende Choral zeigt denn auch eine etwas andere, eine demütigere Haltung. Es ist ein Gebet, eine Bitte, nicht nach Sünden zu ‚belohnen’, sondern um Christi willen Gnade walten lassen. Christus hat Gottes Zorn gestillt. Wir denken heute neu darüber nach, ob eigentlich dieses Bild von Gott, der seinen Sohn opfert, um den eigenen Zorn zu stillen, ob also die mittelalterliche Satisfaktionslehre des Anselm von Canterbury angemessen ist. Es ist jedenfalls nicht die einzige, biblisch begründete Weise, von Gott zu reden.

Zum Schluss: Die Treue Israels zu Gott zeigt sich auch in der Treue zu Jerusalem. Das kommt in einer kleinen Geschichte zum Ausdruck. Rabbi Nachman lebte um 1800 in der heutigen Ukraine. Er wollte seine Tochter verheiraten und verschickte aus diesem Anlass folgende Einladung: „Die Hochzeit meiner Tochter wird an diesem und jenem Tag in der Heiligen Stadt Jerusalem stattfinden.“ Ein Sternchen neben dem Wort „Jerusalem“ wies auf eine Fußnote am Ende der Einladung hin. Dort stand: „Wenn bis dahin der Messias nicht gekommen ist, wird die Hochzeit in Brazlaw stattfinden.“

Wir hören nun den Chor „Vox aeterna“ mit einer Komposition des norwegischen Komponisten Knut Nystedt: Be not afraid. Fürchte dich nicht. Zwei alttestamentliche Texte aus dem Buch des Propheten Jesaja werden in dieser Komposition vertont: Jesaja 41, 10, und Jesaja 43, 1. Vor allem der zweite Text dürfte den meisten gut bekannt sein: So spricht der Herr, der dich geschaffen hat: Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein. Amen

Fürbitten

Barmherziger, ewiger Gott, Vater im Himmel –

Wir danken für die Schritte der Versöhnung, die zwischen Christen und Juden möglich geworden sind. Wir bitten dich: lass uns nicht nachlassen auf diesem Weg. Hilf uns, auf Empfindlichkeiten Rücksicht zu nehmen und Missverständnisse auszuräumen.

Wir bitten für die jüdischen Menschen und ihre Gemeinden in unserer Mitte. Gib, dass sie in Frieden und Sicherheit leben können. Gib uns Mut, gegen Diffamierung und Judenhass aufzustehen und unsere Stimme zu erheben.

Wir bitten um Frieden in Jerusalem und zwischen Israel und seinen Nachbarn. Mach die Menschen stark, die sich für Frieden und Gerechtigkeit auf allen Seiten einsetzen.

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich.

Wir denken an die Landwirte und alle von Trockenheit und Hitze Betroffenen:  lass sie nicht ihre Zuversicht verlieren. Hilf den Verantwortlichen, schnell und mit

Augenmaß zu helfen. – Gott, wir wissen es: unsere natürlichen Lebensgrundlagen sind durch unser eigenes Tun gefährdet. Gib uns die Bereitschaft, unseren Lebensstil zu überdenken und selber die Schritte zu tun, die wir von anderen erwarten und fordern.

Wir rufen zu dir: Herr, erbarme dich!

Wir denken an die Kinder, die jetzt neu zur Schule kommen. Segne sie. Bewahre ihnen die Freude am Lernen. Segne das Zusammenleben in unseren Kitas und Schulen. Hilf, dass eine Generation aufwächst, die im Respekt und Frieden leben kann. Segne unsere Lehrerinnen und Lehrer. Bewahre sie vor Überbeanspruchung und böswilligen Angriffen. Erhalte ihnen die Liebe zu ihrem Beruf. Mach die politisch Verantwortlichen hellhörig für die Nöte der Menschen und tatkräftig darin, etwas zu ändern. Wir rufen zu dir: Herr …

Lege deinen Frieden auf Stadt und Land. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Amen

Landessuperintendentin i.R. Oda-Gebbine Holze-Stäblein

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