16. Juni 2013 | Predigt

Kirchenfenster mit Blumenkranz von 1669

Das Erleben von Schönheit, die starke, bewusste Erfahrung von Schönheit hat eine Macht der Unvergänglichkeit und doch ist sie der Endlichkeit unterworfen. Wir sehen einen Rosenbusch in seiner Fülle der Knospen und ersten vollen Blüten; wir sehen das goldene Grün eines Buchenwaldes in der Abendsonne, das silberne Glitzern der Sonne auf dem Wasser. Ich sehe es und möchte es nicht vergessen. Im Ergriffensein durch Schönheit ist die Spannung erlebbar, in der wir stehen zwischen Vergänglichkeit und Momenten der unverlierbaren Erfahrungen, die sich tief einprägen.

9. Juni 2013 | Predigt

Wir haben heute einen Text zur Predigt, der von einem unbestechlichen Realismus zeugt. Neulich hatte ich ein Gespräch mit einer älteren Dame, der ein Spruch ihres Großvaters, den er ihr vor etwa siebzig Jahren gesagt hatte, immer im Gedächtnis geblieben ist: Christlicher Glaube ist Volksverdummung. Nun ist der Glaube auf die unterschiedlichsten Weisen gelebt werden. Wenn wir auf den Predigttext für heute blicken, wird mit Verharmlosung jedenfalls aufgeräumt. „Wundert euch nicht, wenn euch die Welt hasst!“ Mit diesem Satz beginnt er.